Frühgeburten

Jährlich gibt es plus minus fünfzehn Millionen Frühgeburten. Diese Zahl ist global verteilt. In Deutschland ist in etwa jede elfte Entbindung eine Frühgeburt. In Wochen ausgedruckt, finden achttausend Geburten vor der dreißigsten Schwangerschaftswoche (SSW) statt. Bekanntes Beispiel, in Fulda überlebte ein Mädchen, die Geburt nach nur einundzwanzig Wochen.

Ein Frühgeborener muss nicht zwangsläufig behindert sein, um die achtzig Prozent dieser Kinder entwickelt sich, in Anführungszeichen gesagt, normal. Das Problem liegt daran, dass das Gehirn noch einiges zu bewerkstelligen hat, dies geschieht aber nicht wie vorgesehen im geschützten Mutterleib, sondern in einem Brutkasten. Computertomografien zeigen hier eindeutige Ungleichheiten.

Die Europäische Frühgeborenen-Stiftung schreibt auf ihrer Internetseite: „Die Folgen der Frühgeburt gelten mittlerweile als die häufigste Ursache von Kindersterblichkeit“. Weiter geht es im Text darüber, dass weder in Deutschland noch in zahlreichen anderen europäischen Ländern, die Neugeborenenversorgung ausreichend garantiert wird.

Einige Defizite eines Frühgeborenen können eine langsamere Entwicklung, Motorikstörungen und Aufmerksamkeitsstörungen sein. Meistens werden diese Probleme erst im Kindergarten oder der Schule erkennbar.

Kinder, die zu früh auf die Welt kommen sind in der Regel verhaltensauffällig. Aufgelistet werden Probleme wie: Ängste, Störungen bei der Aufmerksamkeit, Kontroversen mit gleichaltrigen, geringeres Selbstwertgefühl.

Schwerwiegendere Probleme, die sich aus einer Frühgeburt und dadurch durch unreife Organe ergeben können sind, unter anderem das Atemnotsyndrom / infant respiratory syndrom (IRDS). Die Lunge produziert unzureichende Tenside, dadurch kollabieren die Lungenbläschen. Hier wird durch Intubation entgegengearbeitet, sodass das Reifen der Lunge unterstützt wird.

Da die Niere sich nicht komplett entwickelt hat, wird kein Urin produziert. Die Substanzen, die sonst durch die Niere gefiltert werden, sammeln sich im Blut. Das Ergebnis ist ein erhöhter Wert an Kalium im Blut, das kann zu gefährliche Herzrhythmusstörungen führen.

Hirnblutungen ergeben sich bei Frühgeborenen unter der zweiunddreißigsten SSW. In Deutschland sind ungefähr fünf bis sechs Prozent der Frühchen unter der zweiunddreißigsten SSW. Für Frühchen unter der sechsundzwanzigsten SSW liegt das Risiko bei ungefähr fünfundzwanzig Prozent.

Augenleiden, Darmprobleme und einiges mehr gehören noch auf diese Liste. Frühgeburten sind nicht immer zu verhindern, jedoch sollte für eine bessere Versorgung diese Kinder gesorgt werden. Für den ambulanten Pflegedienst Anna Krolicke ist es das höchste Anliegen Kindern zu helfen. Wir suchen Krankenpflegepersonal – bewerben Sie sich jetzt online.

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