Pflegebedürftig

Wie ist das Leben, wenn wir nicht mehr in der Lage sind, selbst darüber zu bestimmen? Ob ein junger Mensch, der gleichaltrige Kindern oder Jugendliche beim Lachen, rennen und springen beobachtet oder Senioren, die ein ereignisreiches Leben hinter sich lassen, wo alles selbst bestimmt wurde, wo alles eine Selbstverständlichkeit war. Es ist nicht leicht, am Straßenrand zu stehen und die anderen beim Vorbeigehen zu beobachten.

Meine Eltern sind seit einiger Zeit auf intensive Pflege angewiesen. Ich bin nicht in der Lage dafür zu sorgen, dass alles richtig läuft, dass sie nicht hinfallen und sich schwer verletzen, dass sie richtig versorgt sind. Schweren Herzens musste ich eine Pflegeeinrichtung suchen. Ich versuchte mir keine Sorgen zu machen und kein schlechten Gewissen zu entwickeln. Trotzdem ist es mein Bestreben, eine Ganztagesbetreuung zu Hause genehmigt zu bekommen. Vor einigen Tagen hat mich eine Freundin auf eine Sendung aufmerksam gemacht. Die Reporterin Syblille Seitz hat sich aus eigenem Antrieb in die gefürchtete Situation begeben. Für drei Tage ist sie in eine Pflegeeinrichtung gegangen. Sie wird während diesen drei Tagen die linke Körperhälfte nicht mehr bewegen, und nicht mehr sprechen können. Sie wird den Alltag eines Pflegebedürftigen am eigenen Leib erleben.

Frau Seitz erzählt später, dass die Nähe, die Intimität die entsteht, besonders beim Waschen ihr besonders unangenehm war. Da denke ich wieder an meine Eltern, ob meine Mutter es noch wirklich registriert, kann ich nicht sagen. Aber mein Vater bekommt es noch mit, wenn er geduscht wird, oder nachdem Toilettengang sauber gemacht wird. Die Pflegerin zeigt viel Verständnis für diese Nachdenklichkeit von Frau Seitz, Sie weiß genau, was in der Probepatientin vorgeht.

Die Heimleitung spricht von der Angst der Bewohner, die mehr als ein halbes Jahrhundert ihr eigenes Leben gemeistert haben und jetzt nur eine Nebenrolle im eigenen Leben spielen.

Sybille Seitz merkt am Ende des Experiments an, dass man sich schnell an die Hilflosigkeit und das Bedient werden gewöhnen kann. Sie verlässt die Einrichtung mit der Hoffnung kein Pflegefall zu werden. Die Doku kann man noch ein Jahr in der ARD Mediathek abrufen.

Bei der ambulanten Pflege Anna Krolicki werden Kinder gepflegt, die das Glück haben trotz allem zu Hause wohnen zu können. Die Pflegekräfte sind liebevoll und stets bemüht, einem traurigen Kind ein Lächeln zu entlocken. Kompetenz ist bei dieser Arbeit genauso wichtig, wie Liebe zu dem Patienten.

Wer sich dieser Aufgabe gewachsen fühlt und die Fachkompetenz hat, wäre uns herzlich willkommen. Wir suchen Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger. Beginnen Sie das neue Jahr mit einer neuen Arbeitsstelle.

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